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was gibt's Neues ?

„Wir sind alle Altenceller Jungs.“ Lauthals sangen Spieler und SVA-Fans nach Spielschluss gemeinsam ihr Liedchen und lagen sich im Tollhaus HBG-Halle freudestrahlend in den Armen. Kurz zuvor hatten die Mannen um Trainer Martin Kahle mit einem famosen Schlussspurt ein fast schon verlorenes Spiel gegen die SG Achim/Baden II noch in einen Sieg verwandelt. Nach dem 28:25 im Hinspiel der Relegation gewannen die Altenceller auch das Rückspiel mit 31:29 (13:16). Die Hoffnung vom Klassenerhalt in der Handball-Verbandsliga lebt somit in Altencelle weiter. Ob sie jedoch Wirklichkeit wird, liegt nicht mehr in den Händen des SVA.

Daumendrücken, dass zwei Teams Aufstieg in 3. Liga schaffen
„Jetzt bleibt uns nur noch, OHV Aurich und TuS Vinnhorst die Daumen zu drücken. Ich bin zuversichtlich, dass beide in die 3. Liga aufsteigen“, sagte Justin Behr, der mit seinen zehn Toren – sechs davon in der Schlussphase – maßgeblich daran beteiligt war, dass die Altenceller noch im Rennen um den Klassenerhalt sind. „Das war ein total verrücktes Spiel. Die Fans haben uns zum Sieg getragen“, so Behr. Aurich hatte am Samstag allerdings in der zweiten Relegationsrunde zur 3. Liga einen Acht-Tore-Vorsprung gegen den Stralsunder HV nicht ins Ziel gebracht und 30:30 gespielt.

550 Zuschauer im Wechselbad der Gefühle
Tatsächlich hatten die Gastgeber die Zuschauer in der HBG-Halle durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt. 17 Minuten vor dem Ende lag das SVA-Team noch mit 17:23 zurück, um das Ruder dann doch noch herumzureißen. „Das war ein Spiegelbild der gesamten Saison“, meinte Trainer Martin Kahle. „Die Mannschaft hat gezeigt, was sie Großartiges kann“, so der Coach und sprach von einer großartigen Moral, „aber sie hat auch gezeigt, dass, wenn sie sich nicht an den Plan hält, einiges schieflaufen kann.“ Sein Team habe seine Hausaufgaben gemacht. „Jetzt genießen wir erstmal den Moment, und dann sehen wir weiter.“

Gegner reist mit acht neuen Spielern an
Altencelle, das mit einem Drei-Tore-Vorsprung in die Partie gegangen war, begann vielversprechend. Beim 5:2 (9.) hatte sich das Team schnell eine Führung herausgeworfen und diese bis zum 8:5 (11.) gehalten. Doch dann bröckelte es im Spiel der Gastgeber, der vorerst kaum noch etwas auf die Reihe bekam. SG Achim/Baden übernahm das Kommando. Die Gäste, die im Vergleich zum Hinspiel mit acht neuen Spielern nach Celle gereist war, übernahmen das Kommando. Mit einigen Routiniers verstärkt, stellten die Gäste insbesondere mit ihrer dichtgestaffelten 6:0-Abwehr die Altenceller vor scheinbar kaum lösbare Probleme. Bereits in der 14. Minute lag die SG 9:8 in Front. „Nach unserer Führung hat Achim umgestellt. Damit sind wir lange Zeit nicht klargekommen“, meinte Hendrik Weinmann. „Erst in der Schlussviertelstunde haben wir unsere Dinger wieder gemacht.“

Einige kritische Situationen zu überstehen
Bis dahin hatte das SVA allerdings einige kritische Situationen zu überstehen. Die SG war lange Zeit klar der Chef im Ring. Die Altenceller schafften es nicht, die Probleme im Angriff in den Griff zu bekommen, und versuchten zumeist nur mit Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen. Zu selten wurde das auch mit Toren gekrönt. Zudem erlaubten sich die SVA-Spieler einige leichte Fehler, die postwendend bestraft wurden. Es sprach nicht viel für den SVA. Beim 17:23 (43.) schien die Entscheidung bereits gefallen.

SVA bringt anstelle des Torwarts weiteren Feldspieler
Wie es dennoch gelang, das Spiel noch zu drehen? Vielleicht lag es daran, im SVA-Angriff zugunsten des Torwarts einen weiteren Spieler zu bringen. Vielleicht lag es auch daran, dass sich die SG Achim/Baden Fehlwürfe erlaubte und SVA-Schlussmann Klemens Nowak einige Male in den Mittelpunkt rückte. Auf jeden Fall verließen die Gäste ihre Linie und fanden darin in den Altencellern einen dankbaren Abnehmer. Angeführt von Justin Behr startete der SVA eine Aufholjagd. Bereits in der 49. Minute stand es 23:23. Die HBG-Hölle war zum Leben erweckt. Lautstark unterstützt von ihren Fans ließen die Altenceller nicht mehr locker, drehten gegen einen immer unsicherer werdenden Gegner die Partie und feierten anschließend den Sieg wie einen Aufstieg.

"Diese Mannschaft hat eine ganz große Moral"
„Ich habe Schmerzen, bin kaputt und erleichtert“, meinte Schlussmann Frederik Hövermann. „Dass wir so ein Spiel noch drehen, zeigt, dass diese Mannschaft eine ganz große Moral hat. Die Saison so zu beenden, ist schon irre.“ Teammanager Reinhard Roselieb war die Erleichterung anzusehen. „Den Sieg schenken wir unseren Zuschauern. Das war Gänsehautstimmung“, sagte er. „Alles Weitere liegt jetzt nicht mehr in unseren Händen.“ Ob es noch zum Klassenerhalt reicht, werden die kommenden Wochen zeigen.

Aufstellung (in Klammern die Tore)
SV Altencelle: K. Nowak, Hövermann – Mummert (2), Hahnraths (1), Moritz (4/1), Starke, Kisser (2), Wernig, Pahlow, Weinmann (6), Ahrenbeck (5), K.-M. Nowak (1), Krumwiede, Behr (10/4).

Quelle Text: Cellesche Zeitung

Danke an Steven Kauffeld für die tollen Fotos.https://fotostudiocelle.de/page/startseite

Altencelle FIGHT !