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Zehntes Auswärtsspiel, zehnte Niederlage. Auch bei Eintracht Hildesheim II verlor Handball-Verbandsligist SV Altencelle, diesmal 24:28 (12:15). Dabei wäre auch hier mal wieder mehr möglich gewesen. Zu allem Überfluss überholte Hildesheim Altencelle, Rosdorf besiegte Nienburg, so dass der SVA nur noch Drittletzter ist – einen Rang vor der roten Linie.

Es kam alles so trostlos, wie es der SVA erwartet hatte. In der Halle war es lausig kalt, und auf der Tribüne tummelten fast ausschließlich Altenceller Fans. Dafür war die Hildesheimer Vertretung gespickt mit Drittliga-Spielern. Aber auch davon ließ sich der Gast nicht einschüchtern und kam gut ins Spiel, führte nach 201 Sekunden schnell 3:1.

Was dann passierte, bezeichnete Teammanager Reinhard Roselieb als kollektiven Dornröschenschlaf. Plötzlich stimmte die Zuordnung in der Abwehr nicht – und im Angriff machten die SVAer ungewohnt viele technische Fehler. Hildesheim nutzte unter den Augen des Hildesheimer Handball-Chefs Gerald Oberbeck die Fehler gnadenlos aus. Die Gastgeber zogen in der 17. Minute auf 11:4 davon. Früher hätte diese Schwächephase vermutlich schon gereicht, die Rot-Gelben völlig aus dem Konzept zu bringen. Aber sie waren eben nicht bereit, das Spiel abzuschenken. Trainer-Fuchs Martin Kahle brachte Lucas Wernig, um den Deckungsverband zu stabilisieren. Und das wirkte: Die Zuordnung in der Defensive stimmte jetzt wieder – und auch im Angriff fanden Henrik Weinmann und Co. wieder zu nötigen Effektivität. Ein 6:0-Lauf brachte Altencelle wieder auf 10:11 heran (25.).

Aber immer, wenn es eng wurde, legten die jungen, zum Teil zweitliga-erfahrenen Hildesheimer eine Schippe drauf. Insbesondere in Person von Bela Pieles, der mit seinen 13 Toren zum Matchwinner avancierte.

Auch in der zweiten Halbzeit ließen sich die tapfer kämpfenden Altenceller nicht abschütteln, brachten die Gastgeber immer wieder in Bedrängnis, verkürzten sogar auf 18:19 (43.) und 19:20 (45.). Aber dann setzte sich die individuelle Klasse der Hildesheimer durch. Am Ende reichte die Kraft der Altenceller nicht, zumal der verletzte Malte Petersen als Alternative fehlte. So siegte Eintracht sicher und überholte Altencelle.

Es wird immer enger im Abstiegskampf – und das wohl bis zum letzten von noch sechs ausstehenden Spielen. „Wir haben gewusst, was hier auf uns zukommt und gut dagegengehalten. Den Unterschied machte die Achse Pieles/Ehlers, die du nur schwer verteidigen kannst“, meinte Kahle. „Mich ärgern die zehn verpennten Minuten in der ersten Halbzeit. Wenn wir uns da cleverer anstellen, können wir so ein Spiel auch mal gewinnen“, ergänzte Roselieb.

SV Altencelle: Hövermann, K. Nowak – Mummert (4), Hahnraths, Moritz (5/5), Starke, Kisser (3), Wernig, Weinmann (4), Ahrenbeck (2), K.-M. Nowak, Krumwiede (1), Premper, Behr (5).

Quelle: Text Cellesche Zeitung