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ALTENCELLE. Kein Wunder, dass Team-Manager Reinhard Roselieb sagt: „Ich bin einfach nur froh dass diese verkorkste Saison vorbei ist.“ Große Siege, enttäuschende Niederlagen, viele Verletzungen, ein vorzeitiger Trainerwechsel, Punktabzüge, der fast feststehende Abstieg, dann doch die Rettung – die Geschichten, die Altencelle schrieb, reichen eigentlich für ein ganzes Handballerleben. Die Rot-Gelben erlebten alles in einer Spielzeit und manchmal sogar alles in einem Spiel. Wie auch gegen den bereits vorher fest stehenden Oberliga-Aufsteiger aus Braunschweig.

Denn die die Männer von Trainer Martin Kahle starteten furios. Nach gespielten fünf Minuten (3:3) begann die stärkste Phase der Celler. Deren Deckung inklusive Keeper hatte alles bis auf den überragenden Felix Geier im Griff.

Nach einer Viertelstunde (9:6) nahm MTV-Coach Stephan Kohn eine Auszeit, um den Favoriten wachzurütteln. Doch auch dies nutzte zunächst nicht viel, denn Altencelle spielte mit den guten Regisseuren Daniel Mummert und Henrik Weinmann weiterhin stark.

Doch dann kam der schon fast zu erwartende Einbruch. In der sommerlich heißen HBG-Halle zeigte der SVA mal wieder ein ganz anderes Gesicht auf der Platte. Die Braunschweiger gingen schnell in Führung. In den ersten Minuten blieben die Altenceller zwar noch auf Schlagdistanz, doch bereits in der 40. Minuten führten die jungen und konditionell besser aufgestellten Braunschweiger mit sechs Toren. Im letzten Drittel spielten beide Mannschaften wieder auf Augenhöhe, warfen um die Wette Tore, aber Altencelle kam nicht mehr entscheidend heran. Trainer Martin Kahle zum letzten Auftritt seiner Mannschaft: „Ich war heute eigentlich guter Dinge. Meine Mannschaft hat in den ersten 25 Minuten das umgesetzt, was ich verlangt habe. Danach haben wir zu viele einfache Fehler gemacht und das Spiel hergeschenkt.“ Was bleibt sind zwei blaue Augen – und der Klassenerhalt.

SV Altencelle: Hövermann, Rodehorst; Mummert (6), Starke, Kisser (1), Wernig, Fink (1), Weinmann (10), Ebel (4/3), Dralle (4), K.-M. Nowak, Krumwiede (4), Herbst (1).

 

Quelle Cellesche Zeitung